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Bei Kindern schlagen Naturheilverfahren oft sehr schnell an. Ihr Körper ist in der Regel noch nicht so übersäuert und verschlackt wie bei Erwachsenen, und die Selbstheilungskräfte lassen sich meist durch sehr sanfte Impulse gut in Gang bringen. Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar Informationen zu einigen weit verbreiteten Beschwerden im Kindesalter geben, die sich sehr gut mit alternativen Methoden beeinflussen lassen:

- Neurodermitis

Bei dieser Hautkrankheit ist es sehr wichtig, ein paar Ernährungsregeln zu beachten. So sollte auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, sowie auf Hühnereier und Weizen verzichtet werden. Den Zusammenhang erkläre ich Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch. Auch Fertigprodukte mit chemischen Farbstoffen, Konservierungsmitteln und Aromen sollten gemieden werden. Mit der Ernährungsumstellung und der orthomolekularen Therapie (Verabreichung von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Fettsäuren) sind bei Kindern und Babys ab drei Monaten in den meisten Fällen gute Erfolge zu erwarten. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Themen wie Nähe und Distanz, Perfektionismus und (unterdrückte) Aggression in der Familie näher anzuschauen.

- Infektanfälligkeit

Ein paar Infekte pro Jahr gelten im Kindesalter als normal. Das Immunsystem muss sich immer wieder mit neuen Keimen auseinandersetzen und trainieren. Wenn ein Kind sich aber kaum mehr erholen kann, fast dauerkrank ist, und vielleicht sogar immer wieder längere Fehlzeiten in der Schule hinnehmen muss, dann sollte man doch anfangen, das Abwehrsystem naturheilkundlich zu unterstützen.

Die Stärkung des Immunsystems ist eine absolute Domäne der biologischen Medizin. In der Regel ist eine homöopathisch-medikamentöse Therapie über drei bis vier Monate nach einem einfachen Einnahmeschema nötig. Ziel ist es, die Darmschleimhaut zu regenerieren, die Peyer'schen Plaques - Lymphgewebeansammlungen im Darm - wieder aufzubauen, und die Anzahl und Funktion der Abwehrzellen zu verbessern. Im Anschluss daran kann eine konstitutionelle Therapie die Gesundheit dauerhaft stabilisieren. Besonders Kinder mit lymphatischer Konstitution leiden unter häufigen und heftigen Infekten mit Mittelohrentzündungen, Mandel- und Nebenhöhlenentzündungen, Polypen, Bronchitiden und chronisch geschwollenen Lymphknoten. Durch eine individuell zusammengestellte Tropfenmischung kann Ihr Kind in seiner Konstitution nachhaltig gestärkt und in Zukunft äußeren Einflüssen gegenüber widerstandsfähiger werden.

- Haltungsfehler

Durch Bewegungsmangel, Übergewicht oder auch falsche Belastung leiden heute oft schon Kinder unter Schmerzen und Fehlstellungen im Bewegungsapparat. Hier wende ich die Bowentherapie und Energetisch Strukturelle Balance an. Regelmäßige Behandlungen während der Wachstumsphase (z.B. 2 x pro Jahr zwei bis drei Sitzungen) haben sich als entwicklungsbegünstigend erwiesen und helfen, dauerhaften Fehlhaltungen vorzubeugen. Da die Therapie sehr sanft ist, genießen Kinder die Behandlungen sehr. Positiver Nebeneffekt: auch das Nervensystem wird entspannt und die regenerierenden und aufbauenden Kräfte des Parasympathikus gestärkt.

- Bettnässen

Wenn Kinder, die schon trocken waren, später wieder einnässen, ist das oft der Beginn eines nervenaufreibenden Machtkampfes zwischen Eltern und Kind. Wenn ärztlicherseits keine körperliche Ursache gefunden werden kann und allgemeine Empfehlungen nicht anschlagen, herrscht große Ratlosigkeit. Hier kann ein gut gewähltes homöopathisches Einzelmittel in Verbindung mit einigen kurzen manuellen Behandlungen hilfreich sein. Die psychische Situation, in der oft Druck, Ängste, Trauer oder Veränderungen eine Rolle spielen, kann durch Bachblüten und die Emotional Freedom Technique stabilisiert werden.



Zum Abschluss ist es mir noch wichtig anzumerken, dass Kinder bis etwa zum 12. Lebensjahr eine symbiotische Beziehung mit den Eltern, meist v.a. der Mutter, führen. Kinder sind höchst empfindliche Seismographen für Spannungen und unterdrückte Emotionen in ihrem Umfeld. Nicht selten leben sie unbewusst über den Körper oder ihr Verhalten die Probleme ihrer elterlichen Bezugsperson aus. Als Eltern sollten Sie die Chance nutzen, in Ihrem Kind den Spiegel Ihres eigenen Verhaltens zu suchen und hinzuspüren, welche Mechanismen hier wirken. Dabei geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sonder um Sensibilität und Achtung vor dem System Familie! Es geht darum, den Kindern falsche Verantwortung wieder abzunehmen, die sie sich möglicherweise aus Liebe zu den Eltern aufgebürdet haben, und Konflikte und Emotionen offen und liebevoll auszuagieren, um den Kindern Druck und Angst zu nehmen. Deshalb kann es manchmal sinnvoll sein, auch die Eltern in die Behandlung des kranken Kindes mit einzubeziehen. Auch Sie als Mutter oder Vater tragen ja Verletzungen, Ängste, Enttäuschungen, Trauer und schwere Erfahrungen mit sich, die eben oftmals von den eigenen Kindern übernommen werden. Wenn Sie für diese Sichtweise offen sind, freue ich mich, wenn Sie das Gespräch mit mir suchen, um über Ihre eigene Heilung Ihr Kind auf seinem Weg zu unterstützen.

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Christine Fleckenstein - Heilpraktikerin | Rheinstraße 7 | 80803 München | Tel. +49 (0)89/92306952
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