Schwerpunkt: Frauenheilkunde
Das Frauenleben wird in drei große Abschnitte unterteilt: als Mädchen, als Mutter und als Seniorin. Alle drei Lebensphasen sind geprägt von Umbrüchen und spezifischen Herausforderungen: von der ersten Regelblutung über Schwangerschaft und Geburt bis hin zur Menopause und darüber hinaus.

Auf diesem Lebensweg vom Mädchen zur reifen Frau sehen wir uns mit spezifischen Beschwerden konfrontiert, die als Korrektiv für unsere weibliche Entfaltung verstanden werden dürfen, wie z.B. Menstruationsschmerzen und -unregelmäßigkeiten, Myome, Zysten, PMS, Unfruchtbarkeit bzw. unerfüllter Kinderwunsch, wiederkehrende Blasenentzündungen, Vaginalinfektionen, Wechseljahresbeschwerden usw.

Bei all diesen "Frauenleiden" haben sich die Naturheilkunde und die Traditionelle Chinesische Medizin vielfach bewährt.

Als Frauen sind wir Mutter Erde seit jeher sehr nah, die so viele wunderbare Pflanzen für uns bereit hält, um die Weiblichkeit zu schützen und zu heilen, wie z.B. den Frauenmantel, die Küchenschelle, die Taubnessel, die Silberkerze, den Beifuß oder die Rose, um nur einige zu nennen. Mit Teezubereitungen, Tinkturen oder homöopathischen Globuli stehen uns unterschiedliche Darreichungsformen mit breitem Wirkspektrum zur Verfügung.

Auch die Akupunktur wird in der Frauenheilkunde mit großem Erfolg eingesetzt, da sie Energieblockaden schnell beseitigen, und auf den Blutfluss und die inneren Organe Einfluss nehmen kann. Aber auch das seelische Befinden läßt sich durch die Nadelung positiv beeinflussen.

Beispielhaft sei hier kurz auf drei häufige Themen und deren mögliche Behandlung eingegangen:

- Unerfüllter Kinderwunsch

Als mögliche Ursache kommen zum Beispiel in Frage: chronisch virale, bakterielle oder parasitäre Infektionsherde, Menstruationsunregelmäßigkeiten (auch nach langjähriger Pilleneinnahme), Progesteronmangel, hormonelle Dysbalancen (auch Schilddrüse, Hypophyse, Nebenniere), toxische Belastungen, mangelhafte Spermienqualität, Sperma-Allergie, seelische Blockaden und Ängste, Stress, strukturelle Veränderungen im kleinen Becken und an der LWS, Verkrampfungen im Bauchraum, geopathische und elektromagnetische Belastungen, Vitalstoffmangel u.a.

Therapeutisch stehen uns viele Möglichkeiten zur Verfügung: Akupunktur für einen regelmäßigen Zyklus und Eisprung, Teekur zur Entgiftung der Gebärmutter, Injektion von Heilmitteln in spezifische Akupunkturpunkte zur direkten Stimulation der Drüsentätigkeit, Homöopathie und Phytotherapie zur Anregung der hormonellen Achse, Eigenbluttherapie zur Gewebsumstimmung, Fruchtbarkeitsmassage und Bowentherapie zur Entkrampfung und Lockerung der Beckenorgane sowie zur Anregung der Eierstöcke, "Vitaminkur" zur Verbesserung der Spermienqualität oder der Empfängnisfähigkeit, wingwave und Klopfakupressur zur Auflösung von seelischen Blockaden, usw.

Durch gezielte Untersuchungen und den kinesiologischen Muskeltest lässt sich herausfinden, nach welcher Priorität behandelt werden muss. Somit wird keine wertvolle Zeit "vergeudet", die den Wunscheltern sowieso meist - zumindest gefühlsmäßig - davonläuft. Auch kann man schnell ermitteln, welchen Anteil seelische Faktoren an der Kinderlosigkeit haben. Hier lässt sich dann gleich von Anfang an gezielt intervenieren. In der konventionellen Therapie wird dieser Punkt meist völlig vernachlässigt.

- Rezidivierende Zystitis

Viele Frauen quälen sich mit immer wiederkehrenden Blasenentzündungen herum. Oftmals steckt der Darmkeim Candida albicans dahinter. Dieser Pilz breitet sich massiv im Darm aus, wenn das biologische Gleichgewicht gestört ist. Häufig werden die betroffenen Frauen in regelmäßigen Abständen mit Antibiotika behandelt, was das Darmmilieu immer weiter schädigt: Die guten Bakterien werden verdrängt und Pilze fangen an zu wuchern - ein Teufelskreis. Deshalb muss bei einer chronischen Blasenentzündung immer auch der Darm behandelt werden. In der biologischen Medizin kennen wir viele gute Heilmittel, die das gesunde Milieu wieder herstellen, die Darmschleimhaut regenerieren und das Pilzwachstum eindämmen können.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin entspringt an der Fußsohle der Nierenmeridian. Daher nimmt die Unterleibsentzündung nicht selten von kalten Füßen ihren Ausgang. Fußbäder mit ätherischen Ölen oder Senfmehl können hier Abhilfe schaffen. Auch die konstitutionelle Stärkung des empfindlichen Nieren-Blasen-Systems ist wichtig, um diesen Schwachpunkt im Körpersystem dauerhaft zu stabilisieren. Hierbei können die Akupunktur und Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten mit brennendem Beifußkraut), die Homöopathie und Kräuterheilkunde wertvolle Dienste leisten.

Da Nieren- und Blasenprobleme im übertragenen Sinn auch für Ängste, Partnerschaftskonflikte und nicht geweinte Tränen stehen können, lohnt es sich, bei chronischen Beschwerden neben der körperlichen auch der "Psychohygiene" Aufmerksamkeit zu schenken.

- Dysmenorrhoe

Dieser Ausdruck bezeichnet eine schmerzhafte, von Krämpfen, Kopfschmerzen und Unwohlsein geprägte Menstruationsblutung. Viele Frauen halten Regelschmerzen für so normal, dass sie diese in der Anamnese oft gar nicht angeben. In Wirklichkeit jedoch sind diese Befindlichkeitsstörungen alles andere als natürlich, wobei junge Mädchen im gleichen Maße leiden wie ihre "gestandenen" Geschlechtsgenossinnen.

Sehr häufig findet sich als Ursache eine starke Verkrampfung im Unterleibsbereich. Hier hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, ca. sechs manuelle Behandlungen im Verlauf eines Drei-Monats-Zyklus anzuwenden. Es handelt sich um eine sanfte Massage mit ätherischen Ölen an Rücken, Becken und Bauch, um das Gewebe zu entgiften, Blockaden im Lenden-Kreuzbein-Ileosakralbereich aufzuheben, die Hormondrüsen anzuregen und Verkrampfungen im Bereich der Gebärmutter und Eierstöcke zu lösen. Die Akupunktur von einigen wenigen Punkten im Verlauf des Konzeptionsgefäßes, des Milz-, Leber- und Nierenmeridians können die Therapie wirkungsvoll unterstützen. Eine individuell zusammengestellte Teekur über zwei bis drei Monate mit sanften Helfern aus dem Pflanzenreich rundet die Behandlung ab.

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Christine Fleckenstein - Heilpraktikerin | Rheinstraße 7 | 80803 München | Tel. +49 (0)89/92306952
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